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Lehre und Forschung

Die Fächer Kunstgeschichte, Kunstwissenschaften, Bildwissenschaften und Visuelle Kompetenzen werden in Österreich an einer Reihe von Universitäten mit sehr unterschiedlicher Schwerpunktsetzung gelehrt. Renommierte österreichische Forschungseinrichtungen im In- und Ausland sind das Institut für kunst- und musikhistorische Forschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien, sowie das Österreichische Historische Institut in Rom.

Unten finden Sie eine Liste mit Informationen zu den einzelnen Institutionen. Die Texte entstammen den Websites der jeweiligen Einrichtung und werden auf der Seite des VöKK nur zitiert. Die Links zu den Originaltexten entnehmen Sie bitte dem jeweiligen Abschnitt.

Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften an der Akademie der bildenden Künste Wien

Das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften trägt der Tatsache Rechnung, dass sich die Berufsbilder und -felder der Absolvent_innen von Kunsthochschulen ausdifferenziert und erweitert haben. Nicht nur im akademischen Bereich, sondern auch im Kunst-, Ausstellungs- und Vermittlungswesen und in angrenzenden institutionellen Feldern lässt sich ein steigendes Interesse an den Produktions- und Wissensformen beobachten, die im Bereich moderner und zeitgenössischer Kunst respektive (audio-) visueller Kultur entstehen. Kunst- und kulturwissenschaftliche Lehre und Forschung heißt für uns daher in historischer und gegenwartsbezogener Perspektive: ein im wechselseitig vertiefenden Austausch mit künstlerischer Praxis entwickeltes Studienangebot mit den Schwerpunkten: (1) transkulturelle Ästhetiken mit postkolonialem, queer-feministischem und kapitalismuskritischem Fokus; (2) künstlerisches Wissen, Geschichte und Praxis der Kunst und Kunstkritik; (3) Kunst und Populärkultur, Praxistheorien, soziale Bewegungen und Gegenkulturen. Zu unsrem Studienangebot gehört das reflexive Erarbeiten von methodisch-begrifflichen und operativen Instrumentarien für fächer- und institutsübergreifende Projekte ebenso wie die Konzeption von Kolloquien, Vortragsreihen und Konferenzen im Sinne einer öffentlichskeitsorientierten Vermittlung von Inhalten und Verfahren künstlerischer Produktion und Forschung an einer Akademie.

Das Anliegen des Instituts für Kunst- und Kulturwissenschaften ist es, den Studierenden nicht nur fundierte Kenntnisse des künstlerischen Materials und der relevanten kulturellen Felder in Theorie und Praxis zu vermitteln, sondern auch methodische und analytische Kräfte zu stärken, die der Qualität, d. h. auch der Dynamik und Eleganz der kritischen Reflexion zugute kommen. 

Das Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften bietet in jedem Semester die "Ringvorlesung zu theoretischen Ansätzen/Methoden" an und ist maßgeblich für den Master critical studies verantwortlich. Des Weiteren betreut das Institut zusammen mit dem Institut für bildende Kunst den PhD in practice.

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Institut für Kunstgeschichte an der Karl Franzens Universität Graz

Das Institut für Kunstgeschichte in Graz, 1891 gegründet, gehört zu den ältesten Instituten im deutschsprachigen Raum. Das Fach Kunstgeschichte ist hier in seiner ganzen Vielfalt vertreten und kann in ganzen zeitlichen, geographischen und methodischen Breite studiert werden.

Die Kunstgeschichte als akademisches Fach ist eine historische Disziplin, die sich mit der Kunst von der Nachantike bis zur Gegenwart befasst. Zu ihrem Gegenstandsbereich zählen, begreift man sie in erweiterter Perspektive als Bildwissenschaft, nicht nur die Werke der bildenden Kunst, sondern auch die Bildwelten der Alltagskultur und des technisch-wissenschaftlichen Bildes. Damit ist das Betätigungsfeld weit gesteckt und umfasst eine Vielzahl von Medien und Kunstformen: neben den Gattungen Architektur, Skulptur und Malerei bzw. Graphik auch Fotografie, Videokunst und Netzkunst, Performances und Happenings.

Breit wie der Gegenstandsbereich sind auch die methodischen Zugangsmöglichkeiten und Ansätze. Die Kunstgeschichte fragt nach den Kontexten, nach Gebrauch und Funktion der Werke, aber auch danach, wie diese betrachtet und bewertet wurden und welchen historischen Wandlungen ihre Rezeption möglicherweise unterlag. Hinzu kommen die Auseinandersetzung mit Kunsttheorie, Ästhetik und Wissenschaftsgeschichte.

Das kunsthistorische Institut der Universität Graz zeichnet sich durch eine breite zeitliche und geographische, aber auch weite methodische Orientierung aus. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart sind alle Bereiche und Medien in Forschung und Lehre abgedeckt. Eine Besonderheit des Instituts in Graz ist der in Ausrichtung und Zuschnitt in Österreich einmalige Lehrstuhl für moderne und zeitgenössische Kunst. Darüber hinaus vermittelt sich in der Lehre auch ein weites Spektrum an methodischen Zugangsweisen bis hin zu bildwissenschaftlichen und kunsttheoretischen Ansätzen. Das Studium in Graz zeichnet sich neben der Breite und Tiefe der akademischen Ausbildung auch durch ein hohes Maß an Praxisbezug aus: Teil des Curriculums sind Lehrveranstaltungen, die von Mitarbeitern der Denkmalpflege und der Museen, insbesondere des Universalmuseums Joanneum, abgehalten werden. Selbstverständlicher Teil der Ausbildung ist darüber hinaus die Beschäftigung mit der reichen Kunstüberlieferung in Graz und der Steiermark.

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Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften an der TU Graz

Das Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften ist eine inter- und transdisziplinäre Einrichtung, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit theoretischen und historischen Fragen der Architektur in einem breiten künstlerischen und kulturellen Kontext befasst. Viele Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen des Instituts arbeiten disziplinen- und methodenübergreifend, sodass die drei Fachgebiete mit ihren jeweiligen Wissenskulturen eng miteinander vernetzt sind: Architekturtheorie beschäftigt sich mit der theoretischen Begründung von architektonischen Konzepten, Entwürfen und Realisierungen sowie mit der Reflexion der theoretischen Prämissen von Architekturkritik. Letzten Endes versucht sie eine theoretisch fundierte Antwort auf die immer gleiche Frage zu finden, wie und was im jeweiligen Kontext Architektur ist und wie sie sein soll.

Als akademisches Fach ist die Architekturtheorie relativ jung; sie verfügt deshalb noch über keine eigene Methode und bedient sich eines breiten geisteswissenschaftlichen Methodenspektrums. Architekturtheorie wird am Institut historisch (als Geschichte der Architekturtheorie), systematisch (als Ontologie der Architektur) und prospektiv (als Theorie gegenwärtigen/zukünftigen Entwerfens) betrieben. So werden derzeit etwa die theoretischen Grundlagen der sogenannten „Grazer Schule“ (und der Architekturlehre an der TU Graz), die Ideologie des Vereins für Heimatschutz oder die Frage des Verhältnisses von Architektur und Neoliberalismus untersucht – Themen, die auch in die Kunst- und Architekturgeschichte hinein reichen. Schließlich betreut das Institut federführend die jährlich erscheinende Fakultätszeitschrift GAM, die das internationale wissenschaftliche Aushängeschild der Architekturfakultät der TU Graz darstellt.

Die Kunstwissenschaft bzw. Kunstgeschichte behandelt alle Gebiete der Architektur-, Kunst- und Designgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart in historiografischer wie hermeneutischer Form. Zentrale Methoden sind dabei die Stilkritik, Strukturanalyse, Ikonographie, Ikonologie, Rezeptionsästhetik sowie kritische Ansätze wie Gender Studies und Postcolonial Studies. Für die Arbeit an der TU Graz steht die Frage nach der Architektur als Kunst (und integrativer Bestandteil der Kunstgeschichte), das Verhältnis von aktueller Kunst- und Architekturproduktion und die (in Mitteleuropa meist vernachlässigte) Einbeziehung der Kunstgeschichte Asiens, Afrikas, Altamerikas und Ozeaniens in die ansonsten dominierende westliche Kunstgeschichte im Mittelpunkt. In diesem Zusammenhang stehen etwa die langjährigen Forschungen des Instituts zu den buddhistischen Klöstern im westlichen Himalaya. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart, die vorwiegend aus einer kulturhistorischen bzw. kulturwissenschaftlichen Perspektive betrachtet wird, wie im aktuellen Forschungsprojekt zur kunst- und architekturgeschichtlichen Relevanz des Hygienediskurses seit Aufklärung.

Die aus den Cultural Studies entstandenen Kulturwissenschaften entwickelten sich als Alternative zur traditionellen Literatur- und Kunstwissenschaft und haben per se transdisziplinären Charakter. Vom Gegenstandsbereich ohne feste bzw. sehr weite Grenzen (immerhin umfasst Kultur alle Gewohnheiten und Kommunikationsformen einer Sozietät), befassen sie sich vornehmlich mit populärkulturellen Phänomenen und Praktiken sowie mit der Geschichte und Theorie der Kulturtechniken und der alten und neuen Medien. In die herkömmliche Wissenschaftswelt brachten die Kulturwissenschaften eine Enthierarchisierung des Diskurses, eine in hohem Maße selbstkritische Grundhaltung und einen (bis dahin verpönten) aktivistischen Ansatz ein. Theoretisch stark von der Semiotik und dem Poststrukturalismus geprägt, verkörpern die Kulturwissenschaften weniger ein Fach als eine spezifische wissenschaftliche Haltung und ein Interesse für neue, unorthodoxe Fragestellungen. Architektur kulturwissenschaftlich zu betrachten kann z. B. heißen, sie als Massenmedium zu begreifen. Darüber hinaus untersuchen die Kulturwissenschaften den außerarchitektonischen Kontext von Architektur. Die diesbezügliche Forschungs- und Lehrtätigkeit am Institut umfasst visuelle und auditive Kultur (z. B. Fotografie und Radio), eine medientheoretische Reflexion von virtuellen Räumen, kulturelle und materielle Randphänomene wie Staub und Abfall, aber auch die Analyse des (nicht nur) architektonischen Entwerfens als einer eigenen Kulturtechnik. Die daraus entwickelte Entwurfstheorien wirken wiederum befruchtend auf die Architekturtheorie.

 

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Institut für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck

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Department für Bildwissenschaften Visuelle Kompetenz für das digitale Zeitalter an der Donau Universität Krems

Als Wissensspeicher und Kommunikationsinstrument erwächst dem Medium Bild zunehmend Bedeutung in unserer globalen Gesellschaft. Bilder formen Netze gesellschaftlichen Zusammenhalts, sie können politische und religiöse Leidenschaften entzünden, Bilder schaffen Werte und sind eine Kernressource bei der Entstehung und Vermittlung neuer wissenschaftlicher Theorien. Heute definiert die Dynamik der Medienrevolution viele Fragen neu, denen sich die Bildwissenschaft stellt. In fast allen Bereichen wird praktisches und theoretisches Wissen um Entstehung, Funktion, Verwertung, Geschichte und Wirkung der Bilder zur essenziellen Voraussetzung für den Erwerb von Bildkompetenz im digitalen Zeitalter.

Leitung: Univ.- Prof. Dr.habil.Dr.h.c. Oliver Grau, MAE 

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Department für Kunst und Kulturwissenschaften an der Donau Universität Krems

Das Department für Kunst- und Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit den  sich stetig verändernden Grundlagen und Rahmenbedingungen sowie mit den neuen Berufsbildern und Tätigkeitsfeldern im kunst- und kulturwissenschaftlichen Bereich.

Kernbereiche der Forschung sind theoretische, methodische und praktische Fragen der Erhaltung, wissenschaftlichen Erschließung und Vermittlung von Kulturerbe. Wesentliche Erkenntnisse hierzu liefern die Erforschung des regionalen Kulturerbes in enger Kooperation mit den Landessammlungen Niederösterreich, die Bearbeitung künstlerischer Vor- und Nachlässe, die interdisziplinäre Sammlungsforschung und die Auseinandersetzung mit Musik und Musikrezeption im Spannungsfeld von Ökonomie und Ästhetik.

Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Beschäftigung mit mediatisierter Erinnerungskultur und der Wahrung bzw. Vermittlung des kollektiven Gedächtnisses im Rahmen der Digital Memory Studies sowie die Entwicklung, Erforschung und Erprobung visueller bzw. partizipativer Medien und virtueller Welten an der Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis.

In der Lehre stehen die durch neue Technologien und gesellschaftliche Herausforderungen veränderten Berufsbilder in Kunst und Kulturleben im Zentrum sowie die Übertragung von aktuellen Forschungsergebnissen in die professionelle Praxis. Die Schwerpunkte liegen dabei in der engen Verbindung von künstlerischer Tätigkeit sowie der Beschäftigung mit materiellem und immateriellem Kulturerbe und den jeweiligen Formen der Vermittlung sowie dem Medien- und Game Design und seinen Anwendungsbereichen in Bildung und Erziehung.

Leitung:  Univ.-Prof. Dr. habil. Anja Grebe

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Kunstwissenschaft an der KU Linz

Kunst – begreifen wir als eine Form der Wahrnehmung und Gestaltung von Wirklichkeit. Wir untersuchen sie als Zeichensysteme sowie als visuelle, performative und räumliche Strukturen im Kontext gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und religiösen Handelns.

Gegenwart – Ein besonderer Schwerpunkt der Kunstwissenschaft an der KU Linz liegt auf der Beschäftigung mit Kunst und Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts. Dabei gilt die Aufmerksamkeit nicht nur der westlichen Kunstgeschichte, sondern es wird ebenso ein Augenmerk auf die Kunst außereuropäischer Kulturen gelegt.

Wissenschaft – Wir analysieren künstlerische Äußerungen im Spannungsfeld von Imagination, Produktion und Rezeption. Methodisch vielfältig wird historisches Wissen mit theoretischer Reflexion verbunden. Interdisziplinarität gehört zum Selbstverständnis des Faches, besondere Dialogpartnerinnen sind dabei Philosophie und Theologie.

3 Institute – 3 Professuren – 3 Forschungsbereiche

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Das Österreichische Historische Institut in Rom

Das Österreichische Historische Institut in Rom ist, neben dem Österreichischen Archäologischen Institut mit seinen Zweigstellen in Athen und Kairo, die bedeutendste wissenschaftliche Einrichtung der Republik Österreich im Ausland. Mit 1. Jänner 2012 wurde das Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften angegliedert.

In Rom, traditionell eines der bedeutendsten internationalen Zentren historischer und humanistischer Forschung, gehört das ÖHI-Rom (Österreichisches Historisches Institut) – gegründet bereits im Jahre 1881 – zu den renommiertesten seiner Art.

Die wissenschaftlichen Aktivitäten des Historischen Instituts beziehen sich nicht nur auf die Projekte einzelner Mitarbeiter, sondern binden auch Projekte österreichischer Forscher sowie europäischer Fachkollegen mit ein und repräsentieren ein breites Spektrum folgender Disziplinen: Geschichte (Alte Geschichte, Mediävistik, Neuzeit- und Zeitgeschichte), Kunstgeschichte, Archäologie, Klassische Philologie, Byzantinistik, Romanistik, Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Politische Wissenschaften und Rechtsgeschichte (hier vor allem Antike und Kanonische Rechtsgeschichte). Innerhalb dieses breiten Fächerspektrums vergibt das ÖHIRom jährlich eine begrenzte Anzahl von Stipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Zur Zeit sind die Fächer Mediävistik und Klassische Archäologie durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter sowie die Neuere Geschichte durch den Direktor vertreten.

Die in Rom nahezu einzigartigen Voraussetzungen zur historischen Grundlagenforschung haben seit der Gründung des Institutes dessen Aufgaben maßgeblich bestimmt und die unterschiedlichen Projekte der einzelnen Mitarbeiter in den letzten 130 Jahren der Forschung auch nachhaltig beeinflusst. Neben den zahlreichen Archiven und Bibliotheken – unter ihnen von herausragender Bedeutung das Archivio Segreto Vaticano und die Biblioteca Apostolica Vaticana – bietet auch die Stadt als solche einigartige Voraussetzungen für historische, kulturgeschichtliche und humanistische Studien im Allgemeinen. Seit Jahrzehnten bereichert dieses einzigartige Ambiente die Studien und Forschungstätigkeit der jeweiligen Mitarbeiter und Stipendiaten.

Eine beachtliche Zahl von Publikationen, erschienen in den verschiedenen Reihen, aber auch in der jährlich erscheinenden Zeitschrift Römische Historische Mitteilungen des Institutes, belegen anschaulich die Bandbreite wissenschaftlicher Interessen, wobei sowohl inhaltliche Dichte als auch akademische Zielsetzung von bestimmender Bedeutung sind. Im curriculum zahlreicher renommierter österreichischer Wissenschaftler spielen am ÖHI-Rom, meist im Zuge eines Stipendien- oder Forschungsaufenthaltes gewonnene Erfahrungen und Bekanntschaften eine herausragende und nachhaltige Rolle.

Ein unverzichtbares Instrumentarium wissenschaftlicher Forschungstätigkeit stellt auch die umfangreiche Bibliothek des Institutes dar, deren kulturgeschichtliche, historische und literarische Bestände sowohl dem Historischen Institut als auch dem Österreichischen Kultuforum angehören. Mit ihren ca. 100.000 Bänden (der Bestand, inzwischen elektronisch vollständig erfasst und größtenteils auch beschlagwortet, ist unter www.reteurbs.org im Internet abrufbar) ist die Bibliothek unverzichtbares Instrumentarium für die wissenschaftliche Forschungstätigkeit am Institut; sie bietet zahlreiche und unterschiedlichste Informationen zu Geschichte, Kultur und Geographie Österreichs, verfügt aber auch im besonderen über umfangreiche Bestände zu den verschiedenen Aspekten der am Institut beheimateten Forschungsinteressen. Dank der umfassenden elektronischen Zugänglichkeit des Katalogs hat die Frequenz der externen Besucher in den vergangenen Jahren sehr zugenommen und auch überregionale Anfragen zu ganz speziellen Themen werden in zunehmendem Maße wahr genommen. – so befinden sich im Bestand der Bibliothek z. B. zwei sehr bedeutende Nachlässe: Der Nachlass „Caracciolo“ zu Themen der Psychoanalyse und Humanwissenschaften sowie der Nachlass „Glesser“ zu Themen der Linguistik und europäischen bzw. außereuropäischen Literaturwissenschaft.

Mit seiner regelmäßigen Durchführung von Symposien, Vorträgen und diversen Veranstaltungen präsentiert sich das ÖHI-Rom nicht nur als integrative wissenschaftliche Einrichtung der Öffentlichkeit gegenüber, sondern bildet zunehmend auch eine repräsentative Plattform für den interdisziplinären Dialog auf nationaler und internationaler Ebene. Die regelmäßige und intensive Zusammenarbeit mit österreichischen und italienischen Forschungseinrichtungen hat sich im Laufe der Jahre immer wieder bestens bewährt. In diesem Zusammenhang müssen vor allem fachverwandte Einrichtungen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien und viele andere, aber auch die Accademia Nazionale dei Lincei, die Accademia di San Luca, das Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti in Venedig oder auch das Istituto Italiano per gli Studi Filosofici in Neapel genannt werden. Besonderen Stellenwert erlangte in den letzten Jahren auch die intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen internationalen, ebenfalls in Rom beheimateten Instituten, wie z. B. der British School, dem Deutschen Archäologischen und dem Deutschen Historischen Institut, der Biblitheca Hertziana (Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte), dem Fraknói Institut, der Rumänischen Akademie oder auch dem Institutum Romanum Finlandiae, die in den letzten Jahren wiederholte Male als Partner unseres Instituts aufgetreten sind. Lebendig gestalten sich auch die Beziehungen zu italienischen Universitäten, von denen Mitarbeiter der ÖHI-Rom immer wieder zu Kooperationen, Vorträgen oder auch Gutachtertätigkeiten eingeladen werden.

Besonderer Stellenwert gebührt dem „Seminario post lauream in storia dell’archittetura“, in welches das ÖHI-Rom neben renommierten Einrichtungen wie der Accademia Nazionale di S. Luca, der Università „Roma 3“, dem Polytechnikum Madrid, der Université de Provence, der Humboldt Universität Berlin und der Columbia University New York federführend eingebunden ist.

Es darf auch darauf hingewiesen werden, dass es gerade in den letzten Jahren in zunehmendem Maße gelungen ist, viele Veranstaltungen und Publikationen des Instituts vor allem durch die finanzielle Unterstützung von Dritten zu ermöglichen – ein Umstand, der sicherlich in großem Maße auch der öffentlichen Wahrnehmung und Anerkennung der wissenschaftlichen Leistungen des Instituts und seiner Mitarbeiter geschuldet ist. Auf diese Weise wurden zahlreiche Projekte, Aktivitäten und Leistungen ermöglicht, die das Institut weit über seine bisherige Öffentlichkeitswirkung hinaus in Erscheinung treten ließen.

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Abteilung Kunstgeschichte und Kunsttheorie an der Kunstuniversität Linz

Schwerpunkte Gender Studies und kuratorische Praxis

Der Bereich für Kunstgeschichte und Kunsttheorie mit den Schwerpunkten Gender Studies und kuratorische Praxis bietet an der Linzer Kunstuniversität Lehrveranstaltungen für Studierende aller Studienrichtungen an. In Vorlesungen, Seminaren, Workshops und Exkursionen werden kulturwissenschaftliche Perspektiven und transdisziplinäre Verfahrensweisen vermittelt und Diskursebenen über Kunst und Kunsttheorie, den Kunstbetrieb, visuelle Kultur und Bildpolitiken eröffnet. Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung einer Argumentationskompetenz in der Konzeption und Rezeption von Kunst.

“Gender” gilt als elementare Kategorie jeder Kunst-, Kultur- und Medientheorie; sie ist in Verbindung mit weiteren Kategorien wie Ethnizität, Territorium, Religion, Alter, sexuelle Orientierung, soziale Zugehörigkeit u.a.m. zu behandeln. Mit dem ab 2010 erstmals angebotenen Lehrangebot im Bereich kuratorischer Praxis etabliert die Kunstuniversität ein neues Forschungs- und Lehrmodell, das Rezeptionsansätze und –kontexte von künstlerischen Projekten auf ihre zeitliche Signifikanz überprüft. Im Sinne der Profilbildung der Kunstuniversität sind die beiden Schwerpunkte ein Alleinstellungsmerkmale im österreichischen Ausbildungsangebot. 

Das Fach Kunstgeschichte und Kunsttheorie ist integrierter Bestandteil des wissenschaftlichen Masterstudiums Medienkultur- und Kunsttheorien.

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Abteilung Kunstgeschichte Die Angewandte Wien

Die kunsthistorische Ausbildung vermittelt Wissen zur Geschichte der bildenden Kunst und stärkt Grundlagenkompetenzen im Umgang mit künstlerischen Arbeiten: das Betrachten und Beschreiben von Bildern, das Sprechen und Schreiben über Kunst, das Recherchieren, Sortieren und Bewerten von Informationen, das Lesen und kritische Reflektieren von Texten.

In Hinblick auf die Erweiterung des künstlerischen Tätigkeitsfelds hin zur Forschung ist die Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Methoden ein grundlegender Ausbildungsbestandteil. So wie Kunst, Architektur, Design und Mediengestaltung viele Sphären des gesellschaftlich-kulturellen Handelns berühren, kreuzen sich auch in der Kunstgeschichte als Disziplin verschiedene Diskurse und Praktiken. Eine methodisch reflektierte kunsthistorische Ausbildung ist daher um die stetige Überarbeitung des eigenen Vokabulars und der eigenen Zugänge bemüht.

Die Lehre der Abteilung Kunstgeschichte hat ihren Schwerpunkt in der Vermittlung von Informationen und Materialien zur Geschichte der bildenden Kunst, mit Schwerpunkt auf Moderne und Gegenwartskunst. Diese Rückblicke werden aus aktuellen Fragestellungen heraus entwickelt, im Sinne einer Haltung, die kritisch und kreativ auf die eigene Praxis bezogen werden kann.

Aktuelle Forschungsschwerpunkte der Abteilung sind Geschichtsbezüge in der Gegenwartskunst, künstlerische Arbeitsmodelle, Genderfragen, methodologische Fragen zur Historisierung von Gegenwartskunst, Surrealismus und Avantgardeforschung sowie Aspekte der Videokunst und Filmgeschichte.

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Institut für kunst- und musikhistorische Forschung an der ÖAW

Das Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) widmet sich der Geschichte von bildender Kunst und Musik in Österreich und Zentraleuropa unter dem Fokus ihrer europäischen Vernetzung.

Unter Wahrung der methodischen Kernkompetenzen beider Disziplinen bezieht das IKM sein österreichweit einzigartiges Profil aus der Verbindung von fachspezifischen Projekten der Grundlagenforschung mit inter‐ und transdisziplinären Fragestellungen.

Schwerpunkte in den Forschungsvorhaben gelten der Repräsentationsforschung, der Wissenschafts-Geschichte und dem Editionswesen.

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Institut für Kunstgeschichte an der Universität Salzburg

Nach Wiedererrichtung der Salzburger Paris-Lodron-Universität im Jahr 1962 erfolgte 1964 die Gründung des Kunsthistorischen Instituts (wie es bis SS 1978 hieß), mit dessen Leitung der in München emeritierte Univ.-Prof. Dr. Hans Sedlmayr betraut wurde. Er hatte den Lehrstuhl für Kunstgeschichte bis 1969 inne. Ein zweiter Lehrstuhl für Österreichische Kunstgeschichte wurde im Jahr 1969 errichtet, auf den Univ.-Prof. Dr. Franz Fuhrmann berufen wurde. Dieser wurde 2008 in einen Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte umgewidmet.

Nachfolgend lehrten und lehren hier:

Lehrstuhl für Kunstgeschichte
Hans Sedlmayr 1964 - 1969
Hermann Bauer 1969 - 1973
Wilhelm Messerer 1975 - 1987
Friedrich Piel 1990 - 1999
Renate Prochno-Schinkel, seit  2000

Lehrstuhl für Österreichische Kunstgeschichte
Franz Fuhrmann 1969 - 1986
Günter  Brucher 1986 - 2007
Andrea Gottdang, seit 2008 (2. Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte)

Nach vier Standortwechseln ist das Institut seit WS 2011/12 im neu errichteten "Unipark Nonntal" untergebracht. Im SS 2004 wurde es als Abteilung Kunstgeschichte in den "Fachbereich Kunst-, Musik- und Tanzwissenschaft" eingegliedert.

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Institut für Kunstgeschichte an der TU Wien

Kunstgeschichte umfasst Architektur, Malerei und Plastik, die seit der Antike bis zur Gegenwart vorzüglich im europäischen und amerikanischen Raum entstanden sind. An einer Architekturfakultät ist das Fach Basis für eine zeitgemäße ArchitektInnenausbildung. Aufgabe ist es, die angehenden Architekten und Architektinnen mit den unterschiedlichsten historischen und aktuellen Ansätzen der Formgeschichte, Kulturgeschichte, Geistesgeschichte und Zeitgeschichte vertraut zu machen.

Beschreibung, Analyse und Interpretation von Werken der Architektur und bildenden Kunst zielen bei den Studierenden auf ästhetisches Verständnis, auf formale, motivische, typologische, strukturale, theoretische, stilistische etc. Kenntnisse sowie auf Reflexion des komplexen Zusammenspiels der jeweiligen Entstehungsbedingungen. So lenkt das Fach den Blick auf die besonderen historischen, kulturellen, politischen und sozialen Aufgaben und Funktionen von Architektur und bildender Kunst. Es stellt die Werke der Vergangenheit und der Gegenwart in die historische Tradition. Die Kenntnis dieser historischen Tradition ist Voraussetzung für Entwurfsprozess wie architektonische und künstlerische Innovation.

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Institut für Kunstgeschichte an der Universität Wien

Das Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien zählt mit seiner Verbindung von Lehre und Forschung zu den historisch bedeutendsten und personell größten Institutionen des Faches im deutschsprachigen Raum. In Unterricht und Wissenschaft bietet das Institut eine große thematische Breite und umfasst in einer historischen Perspektive die bildende Kunst Europas ab der Spätantike, die internationale Moderne sowie die außereuropäische Kunst vorwiegend Asiens. Neben den klassischen Gattungen der „bildenden Kunst“ wie Architektur, Malerei, Graphik, Skulptur und Kunstgewerbe werden auch die neuen visuellen Medien, Alltagskunst, Design sowie intermediale Kunstformen berücksichtigt.

Diesem Profil entsprechen die Professuren am Wiener Institut: Spätantike und byzantinische Kunstgeschichte (Lioba Theis) – Mittelalter (Michael Viktor Schwarz) – Renaissance und empirische Bildwissenschaft (Raphael Rosenberg) – Barock (Sebastian Schütze) – Kunst der Moderne (Sebastian Egenhofer) – Kunst der Gegenwart (Noit Banai) – Außereuropäische Kunstgeschichte (Lukas Nickel) – Islamische Kunstgeschichte (Markus Ritter).

Vier außerordentliche Professorinnen bereichern und vertiefen die Schwerpunkte: Monika Dachs-Nickel, Wolfram Pichler, Martina Pippal, Ingeborg Schemper-Sparholz.

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