Zum Inhalt springen

Geschichte des VöKK

Vom KHV zum VöKK – eine kurze Chronik

Die Ideen zur Gründung eines Berufsverbands für Kunsthistoriker_innen konkretisierten sich in Wien im Jahr 1981. Anders als in Deutschland, wo der Verband Deutscher Kunsthistoriker bereits 1948 gegründet worden war, gab es keine Plattform für den Berufsstand. Es gab auch Vertreter, für die die Existenz der CIHA (Comité international d’Histoire de l’art) ausreichte. Es war das Österreichische Nationalkomitee der CIHA, das die erste Österreichische Kunsthistorikertagung anregte. Sie fand mit Unterstützung der Steiermärkischen Landesregierung im Oktober 1981 in Graz statt. Es war im Programm Zeit zur Erörterung von „Standesfragen“ vorgesehen, und im Zusammenhang damit tauchte die Frage eines zu gründenden „Vereines (oder Verbandes) Österreichischer Kunsthistoriker“ auf.

Im Vorfeld informierten die jungen Absolvent_innen, die an den Kunstgeschichte-Instituten der Universität Wien und der Hochschule für Angewandte Kunst, im Denkmalamt und am Museum Moderner Kunst arbeiteten, die Kollegenschaft im Namen der Gruppe, die bereits intensiv über eine Verbandsgründung diskutiert hatte. Dabei wurden sowohl die Ziele als auch die Arten der Mitgliedschaft sowie mögliche Namen kommuniziert und zur Diskussion gestellt.
Da klar war, dass es keine Standesvertretung wie die der Ärzte oder Rechtsanwälte werden konnte, wurde die Mitgliedschaft von Studierenden der Kunstgeschichte vorgeschlagen. In Graz gab es dafür keine Zustimmung. Erst mit der Entscheidung für ein Kurienwahlsystem konnte sie durchgesetzt werden. Damit sollte die befürchtete Majorisierung durch die Studierenden verhindert werden. Für den Namen gab es eine Mehrheit für: „Österreichischer Kunsthistorikerverband“.

Ein Statutenkomité koordinierte die Diskussion des in Graz verabschiedeten Statutenentwurfs, die an allen Kunstgeschichte Instituten und auch schriftlich geführt wurde. Der Prozess lief im Jahr 1982 und wurde 1983 mit der Gründungsversammlung abgeschlossen. Der erste Vorstand bereitete unter dem Vorsitz von Prof. Wilfried Skreiner den zweiten Österreichischen Kunsthistorikertag vor, der 1984 in Graz stattfand. Bis 2015 fanden insgesamt 18 Tagungen statt.

Seit 1984 erschienen die „Mitteilungen des Österreichischen Kunsthistorikerverbandes“, der „Kunsthistoriker“, mit den Tagungsbänden und anderen Sondernummern. Ab1988 erschienen die Mitteilungen vier Mal im Jahr als „Kunsthistoriker aktuell“ und die Tagungsbände als Sondernummern.

Nach der Umbenennung des Verbands im Jahr 2003 bekamen auch die Publikationen neue Namen, zuletzt löste das „VÖKK Journal“ das „Kunstgeschichte aktuell“ ab. 1999 gab es die erste Website, die ab 2002 laufend modernisiert und ausgebaut wurde.
Damit konnten die Service-Leistungen des Verbands z.B. mit einer Jobbörse intensiviert werden.

Die Mitgliederzahl ist von 235 im Jahr 1984 bis zum Jahr 2017 auf 677 gestiegen und hat zwischenzeitlich im Jahr 2013 356 Mitglieder gezählt und ist nun 2017 bei 464 Mitglieder (Stand 14.10.2017). Der Mitgliedsbeitrag betrug im Jahr der Gründung ATS 365,- und seit 2002 EURO 50,- (ermäßigt EURO 20,-)

 

Vollständige Liste der Verbandstagungen

Erste Österreichische Kunsthistorikertagung, Graz, 22.-24.10.1981 (veranstaltet vom Kulturreferenten der steiermärkischen Landesregierung)

Zweiter Österreichischer Kunsthistorikertag, Salzburg, 21.-23.9.1984
1. Die Disziplin Kunstgeschichte heute, Methode und Praxis
2. Kunstgeschichte und Denkmalpflege
3. Kunstgeschichte und moderne Kunst
4. Salzburger Kunstgeschichte

Dritter Österreichischer Kunsthistorikertag, Innsbruck, 26.-29.9.1985
I. Kunstgeschichte und Geschichte
II: Tiroler Kunstgeschichte

Symposium „Schule-Museum-Kunstgeschichte“, Linz, 17./18.10.1986

Vierter Österreichischer Kunsthistorikertag, Wien, 24.-27.9.1987
I. Kunst und Kunstgeschichte
II. Wiener Kunstgeschichte
III. Standesdiskussion

5. Österreichischer Kunsthistorikertag, Wien, 28.9.-1.10.1989:
„Kunsthistoriker – Kunstgeschichte – Gesellschaft
Neuorientierung im Wertewandel“
 

6. Österreichischer Kunsthistorikertag, Linz, 26.-29.9.1991:
„Kunstgeschichte interdisziplinär
Berührungspunkte – Berührungsängste“
 

7. Österreichischer Kunsthistorikertag, Graz, 23.-26.9.1993:
„Kunstgeschichte zwischen Theorie und Praxis“
 

8. Österreichischer Kunsthistorikertag, Krems/Stein, 26.-29.10.1995:
„Vergangenheit in der Gegenwart – Gegenwart in der Kunstgeschichte?“
 

9. Österreichischer Kunsthistorikertag, Wien, 16.-19.10.1997:
„Kunstrealitäten“ Blinde Flecken der Kunstgeschichte
 

10. Österreichischer Kunsthistorikertag, Innsbruck, 30.9.-3.10.1999:
„Das Fach Kunstgeschichte und keine Grenzen?“
 

11. Österreichischer Kunsthistorikertag, Wien, 19.-21.10.2001:
„Osterweiterung – Westerweiterung“
 

12. Österreichischer Kunsthistorikertag, Salzburg, 3. – 5.10.2003:
„Im Netz(werk): Kunst - Kunstgeschichte – Politik“
Umbenennung des Verbands in: „Verband österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker – VÖKK“

13. Tagung des Verbands österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker,
Linz, 13.-16.10. 2005: „Revisionen“
,

14. Tagung des Verbands österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker
gemeinsam mit der Vereinigung der Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker in der
Schweiz, Bregenz, 11.-14. 10. 2007:
Über die Grenze. Vermessung einer Kulturlandschaft

15. Tagung des Verbands österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker,
Wien, 5.-8. 11.2009: „
Paradigmenwechsel. Ost- und Mitteleuropa im 20.
Jahrhundert
. Kunstgeschichte im Wandel der politischen Verhältnisse“

16. Tagung des Verbands österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker,
Krems, 30.09. - 02.10.2011: „Ornament und ...“ Über die Ränder ästhetischer
Theorien und Praktiken“

17. Tagung des Verbandes österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker,
Wien
, 8.-10.11. 2013: Räume der Kunstgeschichte“

18. Tagung des Verbandes österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker,
Wien, 6.-8.11.2015: „Newest Art History“ Wohin geht die jüngste Kunstgeschichte?

Liste der Vorsitzenden des VöKK

Univ.-Prof. DDr. Wilfried Skreiner, Graz 1883-1987
Dr. Dieter Bogner, Wien 1987-1991
Univ.-Prof. Dr. Götz Pochat, Graz 1991-1995
Dr. Karl Schütz, Wien 1995-2001
Dr. Renate Goebl, Wien 2001-2005
Mag. Peter Bogner, Wien 2005-2011
Dr. Rainald Franz, Wien 2011-2013
Barbara Praher, Wien 2013-2015
Dr. Julia Rüdiger & Mag. Manuel Kreiner seit 2015